Aufgabenstellung zum Software-Praktikum Sommersemester 2006

Thema
»Editor für die Entwicklung IT-basierter Dienstleistungen«

Betreuer: Kyrill Meyer

Das Thema "Editor für die Entwicklung IT-basierter Dienstleistungen" gibt den Teilnehmern die Gelegenheit, an einem aktuellen Forschungsvorhaben, dem Projekt ServCASE, teilzunehmen. Ziel dieses vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt ist die ganzheitliche Unterstützung eines Computer Aided Engineering für IT-basierte Dienstleistungen.

Hintergrund

Die Informationstechnologie spielt bei der Entwicklung und Erbringung von Services eine beständig größere Rolle. So hat insbesondere in der Dienstleistungsbranche die Bedeutung der Software deutlich zugenommen, und zwar sowohl für den Einsatz im Back Office (im Sinne einer allgemeinen Unterstützungstechnologie für Dienstleister) als auch im Front Office (im Sinne einer "Produktions- und Auslieferungsplattform" für Dienstleistungen). Von Seiten der Software-Entwicklung wird diesen Aspekten mit der stärker werdenden Service-Orientierung Rechnung getragen (Service Oriented Architectures, Web Services), welche sich jedoch auf funktionale Aspekte konzentriert. Da IT-basierte Dienstleistungen jedoch auch weitere Aspekte der Dienstleistungsentwicklung berücksichtigen, ergeben sich bei der Entwicklung dieser Services besondere Anforderungen. Es müssen sowohl funktionale (z.B. Nutzung von IT-Ressourcen, Input-Output-Verhalten) als auch nicht-funktionale Aspekte (z.B. Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen, Effizienz - vgl. ISO 9126) dargestellt werden.

Für die Entwicklung solcher Dienste bietet sich ein komponentenbasierter Ansatz an. Sowohl funktionale (durch Software realisierbare) als auch nichtfunktionale (dienstleistungsspezifische) Aspekte werden in Form vom Komponenten beschrieben, die über definierte Schnittstellen zusammenarbeiten.

Aufgabe

Aufgabe des Praktikums ist die Entwicklung eines Editors, der auf Basis einer zugrunde liegenden Beschreibung des Komponentenmodells (Metamodells) die Modellierung einzelner Komponenten und deren Komposition als IT-basierte Dienstleistung erlaubt. Das Zusammenspiel zwischen funktionalen und nichtfunktionalen Aspekten der Entwicklung muss dabei entsprechend berücksichtigt werden. Darüber hinaus soll die Instanziierung der einzelnen Komponenten mit Hilfe hinterlegbarer Vorgehensweisen unterstützt werden können.

Rahmenbedingungen

Folgende Rahmenbedingungen sind als gegeben anzusehen: